Melderegisterauskunft

Allgemeine Informationen

Einfache Melderegisterauskunft (§ 44 BMG)

Die Meldebehörde erteilt auf persönliche oder schriftliche Anfrage Auskünfte über folgende Daten aus dem Melderegister:

  • Vor- und Familienname,
  • Anschrift,
  • ggf. den akademischen Grad.

Die Auskünfte beziehen sich dabei auf die der Meldebehörde bekannten aktuellen Namen oder Anschriften.

Zur eindeutigen Identifizierung müssen bei der Anfrage mindesten drei Suchkriterien angegeben werden. Dieses können der Name (Vor- und Familienname), die bekannte Anschrift und das Geburtsdatum, aber auch andere bekannte Daten, wie z. B. früherer Name oder frühere Anschriften sein.

Die Daten dürfen hierbei jedoch nicht zum Zwecke der Werbung oder des Adresshandels genutzt werden, es sei denn, sie haben dem ausdrücklich gegenüber der Meldebehörde oder den Anfragenden zugestimmt.

Die Auskunft verlangende Person hat deshalb bei der Beantragung der Auskunft zu erklären, dass er die Auskunft nicht zum Zwecke der Werbung oder des Adresshandels verwendet.

Sofern eine Zustimmung bei der Anfrage behauptet wird, erfolgt durch die Meldebehörde eine Überprüfung, ob dieses zutrifft.

Ebenso müssen Gewerbetreibende zukünftig den Zweck der Anfrage mitteilen. Sie dürfen die Ihnen erteilte Auskunft dann auch nur für diesen Zweck verwenden.

Erweiterte Melderegisterauskunft (§ 45 BMG)

Auf persönliche oder schriftliche Anfrage kann, soweit ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird, eine erweiterte Melderegisterauskunft erteilt werden. Diese Auskunft beinhaltet folgende Daten:

  • frühere Namen,
  • Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei der Geburt im Ausland auch den Staat,
  • Familienstand, beschränkt auf die Angabe, ob verheiratet oder Lebenspartnerschaft führend oder nicht,
  • derzeitige Staatsangehörigkeiten,
  • frühere Anschriften,
  • Einzugs- und Auszugsdatum,
  • Familienname und Vornamen sowie Anschrift des gesetzlichen Vertreters,
  • Familienname und Vornamen oder Lebenspartners sowie
  • Sterbedatum und Sterbeort sowie bei Versterben im Ausland auch den Staat.

Die Notwendigkeit der Auskunft ist für jede einzelne gewünschte Art der Auskunft eingehend zu begründen, da es sich bei den aufgeführten Daten um besonders schutzwürdige Daten handelt. Dem Antrag sind daher geeignete Unterlagen beizufügen aus denen das berechtigte oder rechtliche Interesse (z. B. bei der Geltendmachung oder Durchsetzung von Rechtsansprüchen) hervorgeht.

Aufgrund der vorgelegten Unterlagen wird seitens der Meldebörde über die Auskunftserteilung entschieden.

Die Meldebehörde unterrichtet den Betroffenen unverzüglich unter Angabe des Datenempfängers über die Erteilung einer erweiterten Melderegisterauskunft; dies gilt nicht, wenn der Datenempfänger ein rechtliches Interesse, insbesondere zur Geltendmachung von Rechtsansprüchen, glaubhaft macht.

Weitergabe von Daten in besonderen Fällen und Widerspruch gegen die Datenübermittlung

Neben der einfachen und erweiterten Melderegisterauskunft darf die Meldebehörde in besonderen Fällen Auskunft erteilen.

Welche Gebühren fallen an?

Einfache Melderegisterauskunft: 11,00 €

Erweiterte Melderegisterauskunft: 15,00 €

Archivauskünfte: 15,00 € - 50,00 €

Die Gebühr ist bei schriftlichen Anfragen als Verrechnungsscheck beizufügen (andernfalls wird eine Rechnung zugestellt).

Rechtsgrundlage

Einfache Melderegisterauskunft:§ 44 Bundesmeldegesetz

Erweiterte Melderegisterauskunft:§ 45 Bundesmeldegesetz

Das Bundesmeldegesetz (BMG) gilt ab dem 01.11.2015

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